Glossar und gebräuchliche Abkürzungen in der Lüftungstechnik

AbluftABLDie aus dem Raum abströmende bzw. abgesaugte warme Luftmenge (vom Raum aus betrachtet).
Abluftbereich Feuchträume bzw. Bad-, Toiletten- und Küchenbereiche, aus denen verbrauchte Luft abgesogen wird.
AbwärmenutzungAWNEnergieträger für zusätzliche Wärmeeinspeisung.
Adiabate Kühlung Durch die Befeuchtung von trockener Luft wird diese gekühlt (gleiches Prinzip wie schwitzen).
AlarmzentraleAZSammelstelle für alle abgehenden Alarme.
AussenluftAULDie aus dem Freien angesaugte Frischluftmenge.
BaugruppeBGHydraulische Einheit, auf welcher sich die Aktoren der Anlage befindet.
Behaglichkeit Menschliches Wohlbefinden infolge psychologischer und physiologischer Einwirkungen.
BrandfallsteuerungBFSRegelungsablauf der Lüftungsanlage während eines Brandes.
Bypass Führung eines Nebenstromes, getrennt von einem Hauptstrom; auch Kurzbegriff für "Bypass-Leitung".
Central Processing UnitCPURegelungseinheit der Anlage.
Entfeuchten Verringern der absoluten Luftfeuchte.
Fensterlüftung Austausch von Raumluft gegen Aussenluft nur über geöffnete oder gekippte Fenster, der Luftaustausch ist unkontrollierbar.
Filtern Reduzieren von Verunreinigungen in Luftströmen.
FiltervorwärmerFilter-VWRegister zur Übertragung von Energie in der AUL.
Wird benötigt um die kalte Aussenluft vorzuwärmen, bevor sie die Filter durchströmt.
FortluftFOLDie ins Freie abgeführte, abgekühlte Abluftmenge.
Free-CoolingFCÜber den hydraulischen Kreislauf der WRG-Anlage wird Kälteenergie in ein fremdes System eingespiesen.
FrequenzumrichterFUSteuerungseinheit für Drehstrommotoren.
Fugenlüftung Freie Lüftung über baulich bedingte Fugen, z.B. Fenster und Türen, durch Wind- und Temperaturunterschiede.
GebäudeautomationGAGebäudeautomation, im engeren (und gebräuchlicheren) Sinn jene Software, mit der Gebäude überwacht und gesteuert werden.
KaltwasserKWEnergieträger für zusätzliche Kälteeinspeisung
Kreislaufverbund-SystemKVSUm Energie aus der ABL mittels WAT auf einen Wasser/Glykol-Kreislauf zu übertragen, und der ZUL – wiederum mit WAT – abzugeben.
KW-LuftkühlerKW-LKRegister zur Übertragung von zusätzlicher Kälteenergie.
Latente Wärme Als latente Wärme („latent“ lat. Für „verborgen“) bezeichnet man die bei einem Phasenübergang erster Ordnung aufgenommene oder abgegebene Energiemenge (Wärme). Latent heisst sie deshalb, weil sich dabei die Temperatur nicht ändert. Dagegen heisst die für eine Temperaturerhöhung aufgebrachte Energiemenge fühlbare Wärme.
LeuchtdiodeLEDLeuchtmittel.
Luftdurchlass Öffnung im Raum (Wand oder Decke), durch die Luft ab- oder zuströmen kann (z.B. Gitter oder Ventil).
Luftfeuchte, relative% r.F.Verhältnis des momentanen Wasserdampf-Anteils der Luft, bezogen auf den grösstmöglichen Wert bei entsprechender Temperatur in % r.F.
Luftrate Luftvolumen, bezogen z.B. auf die Anzahl der Personen pro Zeiteinheit in m³/ (Person x h).
Lüftung Austausch von Raumluft gegen Aussenluft.
Luftvolumenstrom Strömung der von der RLT-Anlage geförderte Luft in m3/h
Luftwechsel Pro Stunde ausgetauschtes Luftvolumen für einen Raum in 1/h.
Mindest-Luftwechsel Aus physiologischen Gründen vorgeschriebener kleinster Luftwechsel.
MSR-TechnikMSRMess-, Steuerungs- und Regelungstechnik
PlattenwärmetauscherPWTZahlreiche parallele Platten, die Zwischenräume werden abwechselnd vom einen und anderen Medium eingenommen.
Pump-WarmwasserPWWEnergieträger für zusätzliche Wärmeeinspeisung.
PWW-LufterhitzerPWW-LERegister zur Übertragung von zusätzlicher Wärmeenergie.
Querlüftung Freie Lüftung von einer Seite eines Gebäudes zu einer anderen, durch z.B. Fugen oder offene Fenster, vorwiegend durch Winddruck hervorgerufen.
RLT-AnlageRLTKurzbezeichnung für Raumlufttechnische Anlage.
SchaltgerätekombinationSGKSchaltschrank mit integrierter Regelungseinheit für die Anlage.
Sensible Wärme Als sensible oder  fühlbare  Wärme bezeichnet man Wärme bzw. thermische Energie, die sich bei Zufuhr oder Abfuhr unmittelbar in Änderungen der Temperatur äussert und damit direkt fühl- bzw. messbar ist.
Stosslüftung Kurzzeitiges starkes Lüften (Durchzug) durch Fenster oder Türen.
Taupunkt Luftzustand, bei dem die Luft keinen Wasserdampf mehr aufnehmen kann (100 % r.F. Sättigung). Wird bei diesem Zustand die Lufttemperatur weiter gesenkt, kommt es zur Schwitzwasserbildung.
Überströmbereich Bereich zwischen zwei Räumen einer Wohnung, wo durch Druckunterschied Luft überströmt (vom Zuluftbereich zum Abluftbereich).
Unterbrechungsfreie StromversorgungUSVSpannungsversorgung welche die Zeit zwischen einem Stromausfall und dem Notstroms überbrückt.
Virtual Private NetworkVPNArt des Fernzugriffs auf die Steuerung.
WärmeaustauscherWATRegister zur Übertragung von Energie
WärmerückgewinnungWRGMassnahme zur Übertragung eines Wärmeinhaltes (Energienutzung aus Abwärme).
WatchdogWDSignal welches zur Überwachung dient.
WRG-AussenluftWRG-AULRegister zur Übertragung von Energie in der AUL (Hauptregister)
WRG-FortluftWRG-FOLRegister zur Übertragung von Energie in der FOL.
WRG-NachwärmerWRG-NWRegister zur Übertragung von Energie in der AUL.
Wird benötigt, wenn mit Hilfe der WRG-Anlage eine Entfeuchtungschaltung realisiert wird.
ZuluftZULDie gesamte dem Raum zuströmende, vorgewärmte Luft.
Zuluftbereich Wohn- bzw. Aufenthaltsbereiche, in denen Zuluft eingeblasen wird (z.B. Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer).